Verbesserte Ortung von Leitungen, Fundamenten und Einbauten im Boden durch die Kombination von Georadar und EM
Bei der Suche nach oberflächennahen Leitungen, Fundamenten oder sonstigen Einbauten wie Tanks oder Bunker hat sich das Georadar als Methode der Wahl etabliert.
Viele Kunden kommen auf uns zu, weil Sie erwarten, dass die Methode verschiedene Leitungsarten unterscheiden kann oder Hohlräume fehlerfrei von anderen Kontrasten unterschieden werden können.
Die elektromagnetischen Wellen des Radars werden allerdings lediglich an Materialkontrasten im Boden, wie sie Leitungen oder Fundamente darstellen, reflektiert. Zwar spielen bei der Reflektion die Materialeigenschaften eine entscheidende Rolle, dennoch ist es aber in der Regel nicht oder nur schwerlich möglich Materialien zu unterscheiden.
Magnetische oder elektromagnetische Induktionsmethoden hingegen bilden die elektrischen Leitfähigkeiten des Bodens und der verborgenen Materialien ab, können aber auf Grund der Diffusivität der elektromagnetischen Felder, keine scharfen Grenzen bestimmen.
Um dieser Mehrdeutigkeit zu begegnen kommen nun GPR Systeme auf den Markt, die mittels Magnetometer, Stromleitungen oder induzierte Ströme in Metallen detektieren können.
Auch geoFact kombiniert bei Infrastrukturprojekten bei Bedarf 3D-Georadar mit Elektromagnetik. Hierbei gehen wir einen Schritt weiter und verwenden aktive Systeme wie das EM-61 von Geonics oder den CMD Explorer. Der Vorteil sind größere Eindringtiefen und eine geringere Anfälligkeit gegenüber Störquellen, gerade wenn es um metallische, aber stromfreie Objekte wie Tanks geht.
Das Beispiel zeigt eine Messung in einem städtischen Hinterhof, wo Magnetik kaum möglich ist. Durch die Kombination von 3D-Georadardaten die mit dem Raptor von ImpulseRadar gemessen wurden und EM kann ein Tank im westlichen Bereich identifiziert werden, da alle weiteren GPR Anomalien keine ausreichenden EM-Signale erzeugen.
Aufgrund der kleinen Fläche ist der zeitliche Aufwand um beide Messungen durchzuführen kaum höher, der Nutzen jedoch umso größer.
Je nach Projekt kann das Radar auch zum Beispiel mit dem LineTrac von GSSI für flache Strukturen oder mit dem CMD Explorer für größere Tiefen kombiniert werden. Beides wurde von uns schon erfolgreich angewendet. Bei Fragen zu dem Thema stehen wir gerne Rede und Antwort.
