Hydrogeophysik am Rand einer Mineralstoffdeponie für Grundwassermessstellen
Mit den steigenden Temperaturen in den Sommermonaten geraten auch immer wieder hydrogeologische bzw. hydrogeophysikalische Fragestellungen in den Fokus.
In diesem Fall führten wir im Auftrag der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH eine 2D-Geoelektrik am südlichen Rand einer Mineralstoffdeponie bei St. Augustin durch. Ziel war die Erkundung der Schichtfolge bzw. die Erkundung der Eigenschaften der einzelnen Schichten bis in ca. 25 m Tiefe um den idealen Standort für eine neue Grundwassermessstelle zu finden nachdem die bestehende Bohrung das Grundwasser nicht sicher erreichte. Die ERT erlaubt die Bestimmung eines Leitfähigkeitsmodells, dessen Interpretation dann, da Wasser im Allgemeinen elektrisch gut leitend ist, es ermöglicht günstige Standorte für Brunnen oder Grundwassermessstellen zu identifizieren. Teure Bohrkosten für trockene Brunnen können so auf ein Minimum reduziert werden.

Für dieses Projekt wurde ein Profil entlang eines Grünstreifens mit einer Länge von 238 m in Wenner-Geometrie sondiert. Andere Methoden wie TEM wurden im Vorfeld bei Tests ausgeschlossen, da die Stromversorgung der Laternen die TEM-Daten zu sehr störte.
Die Auswertung ergab zwei Bereiche in denen eine Abteufung einer neuen Grundwassermessstelle vielversprechend scheint. Die Empfehlung aus den hydrogeophysikalischen Messungen für den geeignetsten Standort wird nun zum Anlass genommen dort zu bohren.
