MASW

Die mehrkanalige Analyse von Oberflächenwellen (MASW) ist ein Verfahren zur Untersuchung oberflächennaher Schichten.

Die Energie von Oberflächenwellen ist in der Nähe der Erdoberfläche konzentriert und nimmt mit zunehmender Tiefe ab. Aufgrund ihrer im Vergleich zu Raumwellen (bei der Reflexions- und Refraktionsseismik) geringeren Ausbreitungsgeschwindigkeit besitzen Oberflächenwellen in ihrem Wirkungsbereich eine bessere Auflösung.

Für die Auswertung wird das frequenzabhängige Ausbreitungsverhalten der Oberflächenwellen genutzt, das als Dispersion bezeichnet wird. Sie bildet die Datengrundlage für die Bestimmung der Scherwellengeschwindigkeit im Untergrund.

Das in Abbildung 1 dargestellte 1D-Untergrundmodell zeigt einen Vier-Schicht-Fall. Es wird gemäß der Norm DIN 4149:2005-04 der Baugrundklasse C zugeordnet. Ausschlaggebend dafür sind die dominierenden Scherwellengeschwindigkeiten von etwa 200 m/s im Tiefenbereich zwischen 3 m und 20 m.

Beispiele:

  • Einstufung von Standorten in die Baugrundklassen der DIN 4149
  • die Schichtstruktur im Untergrund bestimmen
  • die Scherwellengeschwindigkeit (Vs) bestimmen

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